day 1 or windsor

nachdem gestern nicht allzuviel passiert ist, beginne ich mit dem ersten richtigen tag – wobei: etwas muss ich doch erzählen.

als wir mit dem bus endlich unsere town (worthing) erreicht hatten, wurden die schüler ihren gastfamilien zugeteilt. zuvor hielt unsere betreuerin – shame on me, ich habe ihren namen vergessen – eine erste ansprache. sie sprach über das land, die leute hier und was die kids generell beachten sollten. „british people are very chilled and calm.“ just in dem moment schrie eine dame mittleren alters im hintergrund „ahhhh fuck off, you bastard“ und beendete in der hocke fluchend ihr telefongespräch. perfektes timing. mein (un)qualifizierter satz dazu: „it’s rather the exception than the rule“. situationskomik pur. muss man wohl dabei gewesen sein. gegen ende des vortrags unterstrich unsere betreuerin, die by the way im 8. monat schwanger ist, nochmals die wichtigkeit der kommunikation: „communicate. communicate. communicate. talk to your host familiy. if you don’t like the food, then tell them. if you don’t understand anything, then ask. it’s very important to ask questions. are there any questions?“ „no!“ ich musste laut auflachen.

heute erlebten wir dann den ersten richtigen tag. meine kollegin fuhr mit dem großteil der klasse nach london, ich durfte mit drei schülern (schloss) windsor besichtigen. mit einer schülergruppe aus deutschlandsberg, hieß es zunächst. spätestens im bus wurde mir klar, dass die anderen keine steirer waren. und wenn dann handelte es sich wohl um eine europaklasse mit schwerpunkt italienisch, da dies ihre vorherrschende kommunikationssprache war. mein sitznachbar hieß elia, ein gut 1.80m großer junge und meister in clash of clans, der mich beim fenster sitzen ließ. netter junge.

in windsor angekommen marschierten wir nicht etwa richtung schloss, sondern über die themse nach eton, wo das berüchtigte college beheimatet ist, in dem u.a. die royal kids william und harry studiert haben. unser guide war ein kaugummikauender student namens milan, der offensichtlich eine aversion gegen italiener hatte. nachdem ich die falschen deutschlandsberger eingehend beobachtet hatte, konnte ich es ihm nicht verübeln. vielleicht beruhte dies auf gegenseitigkeit und die italienischen kids mochten die hautengen jeans des guides nicht, die bei den waden mehr als nur gespannt hatte. wie auch immer. das college hat mich jedenfalls nicht von den socken gehauen, hätte es vielleicht, hätten wir es auch besichtigen dürfen. aber dle reise stand wohl unter dem fokus „äußere betrachtung“, denn auch windsor castle sahen wir nicht von innen. nachdem wir uns gekonnt in die elendslange schlange eingereiht hatten, okay eigentlich haben wir uns unabsichtlich ein wenig vorgereiht, wurde es den kids zu bunt und sie entschieden sich dafür, shoppen zu gehen, anstatt sich zwei stunden bei nieselregen anzustellen. ich schloss mich ihnen an und kaufte etwas tee sowie einen shop namens „huttons“ leer. nach unzähligen fotos mit meinem speziellen freund, dem schüler tobias – von mir liebevoll tobsi – genannt, saßen wir auch schon wieder im bus richtung worthing. dort angekommen mussten wir über eine stunde auf die anderen warten. da ich diese zeit nicht am bahnhof totschlagen wollte, spazierte ich mit den schülern ins zentrum der 100.000 einwohner fassenden town. alle shops waren bereits geschlossen, my bad, also gingen wir zu mcdonald’s, wo ich zu abend aß und meine schüler mir dabei zusahen. nachdem tobsi meine lieblingsspeise nicht erraten hatte, musste er die führung übernehmen und uns zurück zum bahnhof geleiten. zunächst hatte er sich das nicht zugetraut, meisterte dann die aufgabe jedoch mit bravour, was ich mit einem „high five“ quittierte. witziges kerlchen, dieser tobsi.  er denkt wohl dasselbe von mir.

gegen ende des abends ging ich noch mit meiner kollegin abendessen, mc donald’s hatte ich scheinbar schon verdaut, andernfalls ist es unerklärlich, dass ich mir noch eine köstliche pizza gegönnt habe.

morgen geht’s richtung stonehenge. wir freuen uns jetzt schon auf die busfahrt, die vier stunden heute waren unserer kleingruppe nämlich zu wenig. quality time nenne ich das, auslöser für rückenschmerzen kann man dazu aber auch sagen.

stay tuned.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.